Liebe Leser*innen,
Diesmal haben wir es simpel gehalten: eine Ausgabe genau passend zur Jahreszeit. Kalt, grau und matschig sind Assoziationen, die mir zuerst einfallen, wenn ich an den Winter denke. Aber so einfach ist er natürlich nicht gestrickt, der Winter. Diese Ausgabe lädt euch ein, gemeinsam zu erkunden, was er sonst noch sein kann.
Besonders für queere Menschen ist der Winter eine ambivalente Zeit. Während gesellschaftlich von Besinnlichkeit, Familie und Harmonie gesprochen wird, erleben viele von uns Erwartungen, die sich eng anfühlen. Nicht alle haben sichere Orte, nicht alle finden Wärme dort, wo sie versprochen wird. Gleichzeitig entstehen gerade in dieser Jahreszeit neue Räume: WGs, Küchen, Freund*innenschaften, Communitys, in denen wir uns gegenseitig halten und wärmen.
In dieser Ausgabe findet ihr Beiträge zu den folgenden Themen:
- Reviews | Queeres Entertainment mit Wintervibes: zwei Filme, zwei Bücher und eine Visual Novel.
- Portraits | Cold Season, hot Drag. Vier Drag Artist und ihre Perspektive auf die klate Zeit des Jahres
- Essay | Ich will doch nur wieder Eichhörnchen füttern. Über Wintereinsamkeit, queere Erschöpfung und den Wunsch nach Nähe jenseits gesellschaftlicher Erwartungen.
- Essay | Von Menschen und Mäusen und Siebenschläfern. Über Winterschlaf, gegenseitige Zugewandtheit und Support.
- Essay | O du fröhliche, o du selige. Über verlorenen Weihnachtszauber, vegane Kartoffelsalate und dem langsamen Abschied von familiären Ritualen.
- Lyrik | Winterschlaf. Über Rückzug und Kraft tanken
- Lyrik | Wintersetzen. Über Leuchten in der Dunkelheit
In diesem Sinne hoffe ich, dass euch diese Ausgabe an der ein oder anderen Stelle erwärmt und euch gut durch die Zeit trägt, bevor wir uns im Frühling wieder lesen.
Hier geht es zum Download der aktuellen Ausgabe.
Liebste Grüße
Lis & Katrin